Naturheilpraxis- Hendrik Balzer

 

Woher kommt die Homöopathie?

 

  

 Dr. med. habil. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (*1755 in Meißen -1843 in Paris) 


Dr. Samuel Christian Hahnemann 

gilt als der Begründer der Homöopathie

Als deutscher Arzt, Apotheker und Chemiker war er ein scharfer Kritiker des damaligen Medizinsystems und verneinte entschieden die medizinischen Praktiken seiner Zeit, in denen man versuchte den Grundübeln einer Krankheit durch drastische und damit den Organismus letztlich schwächende Rosskuren, Aderlässe, etc. den Garaus zu machen und Krankheiten durch Arsen, Quecksilber, Schwefel und Teer-Anwendungen bessern zu wollen.

Dr. Hahnemann übersetzte 1790 die Arzneimittellehre des schottischen Professors und Chemikers William Cullen (*1710 in Hamilton, Lanarkshire †1790) in die deutsche Sprache. Dabei stieß er auf die erfolgreiche Behandlung von Malaria durch Chinarinde (Pflanze), die Prof. Cullen auf deren Magen stärkende Bitterstoffe und die darin enthaltene Alkaloiden: Chinin, Chinidin, Cinchonin und Cinchonidin zurückführte.

Hahnemann zweifelte diese These jedoch an, da viele Pflanzen Bitterstoffe enthalten und demnach ebenso gegen Malaria wirksam sein müssten. Er folgerte, dass nicht die Bitterstoffe entscheidend waren sondern die Pflanze in ihrer eigenen Art selbst.

Daher führte Hahnemann den historischen Selbstversuch durch. Ohne an Malaria erkrankt zu sein nahm er über einen bestimmten Zeitraum Chinarinde ein. In den folgenden Tagen erlebte er sämtliche Symptome dieser Krankheit, ohne den Erreger in seinem Körper zu haben. Nach Absetzen der Chinarinde verschwanden die Symptome wieder. Dieser Selbstversuch gilt als die Geburtsstunde der Homöopathie.

Diese grundlegende Erkenntnis prüfte und bestätigte Dr. Hahnemann in mehr als fünfzigjähriger Arbeit, durch zahllose Experimente an den unterschiedlichsten Medikamenten und Erkrankungen.

Heute gewinnt die Homöopathie weltweit kontinuierlich an Bedeutung und findet immer mehr Anhänger. Leider kam es im Laufe der Zeit zu einer Reihe von Verirrungen und Abwandlungen von Hahnemann`s Gedankengut, welche der Homöopathie insgesamt keinen guten Dienst erwiesen haben.

Genannt seien hier die schon von seinen Nachfolgern als "Bastard-Homöopathie" bezeichnete "Komplexmittel - Homöopathie", oder irreführenden Vermischungen Samuell Hahnemanns Kerngedankens mit psychologischen  Gesprächsführungen.

Auch allerlei wohlklingende aktuelle Namensfindungen und technische Apparaturen z.B. Bioresonanz-Therapie Geräte und Wünschelruten-Austestungen gehören eindeutig nicht in das Feld der Klassischen Homöopathie!


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